Durch den Kaninchenbau und zurück

 

Was ist Worldbuilding?

 

Als Kind habe ich geheimnisvolle Schatzkarten verborgener Orte und Pfade gezeichnet. Das tue ich noch immer. Nur anders. Ich widme mich mit großer Leidenschaft dem literarischen Weltenbau. In meinen Welten schenke ich all dem Ausdruck, was mich bewegt, begeistert, verzaubert und staunen lässt. Meine Welten sind manchmal düster, verworren und irrwegig. Manchmal traumartig, literarisch, künstlerisch.

 

Tauche ein, wenn du magst. Schau dich um, folge dem Pfad oder suche abseits des Weges. Du darfst behalten, was du entdeckst. Noch mehr Perlen des Weltenbaus teile ich in der wunderbaren Weltenbau-Community.

 

 

 

Die Bruchstücke - Dekonstruktion einer Psyche

 

Meine Weltenbau-Entwicklung führte mich bereits durch verschiedenste Versionen meiner "inneren Welten", von der tiefen Höhlenwelt bis hin zu traumartigen Szenarien. Mein Interesse für Mythologisches, Psychologisches, Träume und Magisches fließt hier maßgeblich mit ein.

 

Ein wichtiger Dreh- und Angelpunkt ist das Bruchstück-Konglomerat, dessen zentraler Protagonist – Verfasser A. – mein Alter Ego darstellt. In verschiedenen literarischen Experimenten und fantastischen Kompositionen ersuche ich in der Rolle des Verfasser A. eine Dekonstruktion und systematische Erkundung meiner eigenen Psyche. Dabei fasziniert mich vor allem die Macht der Sprache selbst und all das, was sie auszudrücken vermag.

 

 

 

Spiegelstadt - Autobiographische Reflexion

 

Was die Spiegelstadt angeht, ist nichts zufällig gewählt, benannt oder konzipiert. Symbolik gehört zu meinen wesentlichen Interessenschwerpunkten, wenn es um Weltenbau, Literatur oder Fotografie geht. Wesentlich inspiriert hat mich auf meinem Weg nicht nur Lewis Carroll, sondern auch Franz Kafka, dessen Werk in der Literatur als „psychologisch verzweigter Bau“ betrachtet und entschlüsselt wird.

 

Diesen Bau habe ich systematisch erkundet, allerdings in mir selbst. Ich habe mir wohl irgendwie angeeignet in jedem Ding, jeder Sache, jedem Wort, die ganze Welt gespiegelt sehen zu können.  Die Spiegelstadt bildet ein großes, vernetztes, dreidimensionales System – sie ist mein ganz persönlicher Bau, dessen Räume und Grenzen ich stetig vertiefe und erweitere.

Die Spiegelstadt ist therapeutisch, klärend, kompensierend. Sie ist die dunkle Seite des Mondes und die zweite Seite der Medaille. Sie ist ein Mosaik aus Träumen, Gedanken, Wünschen, Ängsten und Fantasien. Die Spiegelstadt entsteht durch das geschriebene Wort, durch das gedachte Bild. Sie ist der Zauber im grauen Alltag und die unausgesprochene Wahrheit, die hinter einem unsichtbaren Vorhang verborgen liegt. Sie ist das von mir gefilterte Kulturdrama, das Form gewinnt.

 

 

Bruchstücke    |    Spiegelstadt    |    Bildgebungen

 

 

 

 

 

 

Das Weltemeer

 

Aufsplittung und Zusammenhang der Versionen
innerer und äußerer Manifestation

Esqr - die Tiefe Welt  entfaltet ein extraterrestrisches, infiltrierendes Prinzip des Monströsen und Unaussprechlichen. Es symbolisiert dabei die Reise in den Schatten der Psyche und wieder zurück, ganz nach dem Motto: Ab durch den Kaninchenbau! Dabei dekonstruiert die Tiefe Welt das Beobachtete wie den Beobachtenden. Die Tiefe Welt ist maßgeblich durch Franz Kafkas "Der Bau" inspiriert und entsteht als verworrenes Gefüge von Körper und Geist.

Pollon - die Gefaltete Welt nimmt systematisch und erweiternd Bezug auf die Tiefe Welt. Das Prinzip der inneren, höhlenartigen Welt in absoluter Dunkelheit entwickelt sich weiter zu einer psychosomatisch manifestierten Abbildung des Inneren und der menschlichen Psyche. Damit gewinnt auch die extraterrestrische Ausformung der Welt wieder menschlichen Bezug. Die Gefaltete Welt ist eine traumartige, psychologisch sich manifestierende Spiegelung und Projektion der Psyche in die äußere Welt.

Zen Demon - die Rote Welt nimmt Bezug auf die Tiefe Welt und die Struktur der gefalteten Welt. Dabei stellt die Rote Welt den menschlichen Bezug her, da es sich um eine als real angenommene, dystopische Welt handelt, die als künstlich erschaffenes Szenario im Reich der Menschen existiert. Die Rote Welt ist organismusfeindlich, soll jedoch als Zuflucht dienen. Durch die besondere Beschaffenheit der Welt auf energetischer Ebene, besteht weiterhin Bezug zu psychologischen Spiegelungs- und Projektionseffekten, die unter anderem das Erscheinungsbild der Roten Welt beeinflussen und sogar Rückkopplungseffekte auf Menschen zu haben scheinen.

 

Damit geht der nach außen projizierende Vorgang zurück auf den nach innen gespiegelten Aspekt: Menschen, die sich innerhalb der Roten Welt aufhalten mutieren und werden Teil dessen, was sie angst- und zwanghaft in die äußere Welt projizieren und folglich manifestieren.

Das Kamatronische Zeitalter ist ein Sinnbild des ewigen Lebenszyklus und dessen spiritueller Autarkie. Kamatron bildet das Fraktal des Lebens ab, in welchem sich alles wiederholt und in einem spiraligen, nicht-linearen Fortschreiten Entwicklung vollzieht. Das Kleine liegt im Großen und umgekehrt.

 

Kamatron betont den Zusammenhang aller Ereignisse mit vergangenen und zukünftigen Geschehnissen und zeichnet eine Version zivilisierten Lebens im Einklang mit Natur und spirituellen Lebensprinzipien. Das Kamatronische Zeitalter macht den Anschein einer utopischen Gemeinschaft, die ohne Konflikte, Kriege und Krankheit auskommt.

 

 

Tiefe Welt    |    Gefaltete Welt    |    Rote Welt    |    Kamatronisches Zeitalter