Fünf gute Gründe


Heute gibt es eine Art „Minimalismus-Quickie“ von mir: Meine Top 5 Gründe, schon heute damit zu beginnen, minimalistischer, wesentlicher und einfacher zu leben.

Los geht’s.


Platz 5: Nach mir keine Sintflut. Oder auch: Nachhaltigkeit. Eine minimalistische Lebensweise trägt ganz automatisch etwas zur Nachhaltigkeit und Überschaubarkeit des eigenen ökologischen Fußabdrucks bei. Ganz nebenbei bezieht man klare Position in Sachen Megakonsum und Massenproduktion.

Platz 4: Mobilität. Wer wenig besitzt, ist weniger besessen. Besessenheit beschwert. Ein Umzug mit weniger gestaltet sich luftig leicht und macht fast schon Spaß. Ob mit Hackenporsche oder Kleinwagen, Minimalismus macht mobil, da im Falle des Falles weniger Kram von A nach B transportiert werden muss. Ein Hauch von Freiheit!

Platz 3: Finanzieller Frieden. Minimalistisches Leben führt häufig zu mehr finanziellem Frieden. Durch das Nicht-Kaufen unnützer Dinge spart sich jede Menge Geld an, das sinnvoll genutzt oder angelegt werden kann. Das Gefühl, mit weniger Geld auszukommen und hauszuhalten, kann ebenfalls sehr beruhigend sein.

Platz 2: Fokus. In einer minimalistischen und reizarmen Umgebung kommt der Geist besser zur Ruhe. Äußere Ordnung kann innere Ordnung fördern und das Bewusstsein klären. Weniger Ablenkungen im Außen ermöglichen eine höhere Konzentration auf das, was wirklich wichtig ist. Jetzt. Und hier.

Platz 1: Zeit. In einer einfach gehaltenen Umgebung spart sich viel Zeit dadurch ein, dass der Wohnungsputz schneller geht, Dinge sofort griffbereit sind und schnell gefunden werden. Wer weniger besitzt, muss weniger entscheiden, ob die uniformartige Kleidung oder das altbewährte Küchenmesser. Zeit ist oft nicht mit Geld aufzuwiegen, insbesondere wenn es sich um Zeit handelt, die man für sich selbst und seine persönlichen Interessen nutzen kann.

Der Zeitgewinn ist mein persönlicher Platz 1 in Sachen Minimalismus. Zeit ist oft gleich Geld, aber Geld ist nicht unbedingt höherwertig als die Zeit als solche.

Was sind deine Beweggründe?

 

 

Kommentare: 3
  • #3

    Aura (Dienstag, 21 September 2021 06:49)

    Hallo ihr beiden!

    Martina, dich kann ich gut verstehen. Ich muss immer schmunzeln, wenn ich die ganzen Ordnungssysteme bei gewissen Möbelriesen sehe. Eine Problemverschiebung und Verschleierung, wenn man mich fragt. Natürlich gibt es Ausnahmen: Eine gut sortierte Hobbywerkstatt beispielsweise. Aber das ist wohl eher die Seltenheit.

    Thorsten, der Begriff der "Zumutung" passt. Ich finde, dass man das dringend bedenken muss, was man so an Dingen hinterlässt. Wie sagte Joachim Klöckner noch gleich: Die Dinger müssen ja auch irgendwie wieder entsorgt werden. Entsorgen ist auch ein schönes Wort. Etwas wird ent-sorgt, also aus dem Bereich der Sorge und des zu Umsorgenden entlassen.

  • #2

    Thorsten (Montag, 20 September 2021 13:10)

    Ich kann das alles unterschreiben. Du hast das Wesentliche getroffen. Und das Wichtigste dabei : alles positiv und kein negatives Denken. Das kann beim Umweltschutz ( z.b. Plastik, Zero-Waste,vegan,...) schon leicht als Ansstrengung oder Zwang hochkommen. Man darf es sich nicht schwerer machen, es sollte leicht und lebenslustig bleiben.

    Der Punkt mit der Mobilität ist schön. Ich fühle mich direkt verjüngt wenn ich das lese. Als Student ging das ja auch noch so einfach mit dem Umzug, dann war es bei mir vorbei.

    Wir haben die letzten Tage im Ferienhaus ausgemistet und einen Kofferraum voll Zeug mitgenommen. Abfalleimer, Plastikgartentisch, Plastiktonne, Holzteile, alte Bügel.... Nicht die erste Fuhre obwohl so voll ist es da auch nicht mehr. Dennoch für uns "zu viel". Wer soll das nach uns rausholen ? Ich möchte das niemandem zumuten.

  • #1

    Martina (Sonntag, 19 September 2021 17:14)

    Ich glaube, bei mir ist es der Fokus und die innere Ruhe. Ich war immer schon ordentlich gewesen, hatte regelmäßig aussortiert und trotzdem war ich immer viele Jahre unrund und unzufrieden. Ich wusste nicht: es nützt nichts, aufzuräumen, System und Ordnung reinzubringen und "etwas"auszumisten, wenn es einfach generell zu viel ist. Erst durch das radikale Gehenlassen und die Erkenntnis, wie wenig man braucht, ebenso wie das Hinterfragen, was eigentlich nötig ist, stellte sich endlich Zufriedenheit ein. Dazu kommt ein flexibles, leichtes Gefühl. Die anderen Punkte würde ich bei mir nicht als Hauptgründe nennen, eher als Nebeneffekte. Danke für den tollen Blog, ich schaue immer wieder mal rein, ob es einen neuen Beitrag gibt. Liebe Grüße!