Was ist essentiell?

 

In einer Flut von Dingen, Aufgaben, Menschen und Sinneseindrücken vergisst man schnell, was wirklich essentiell ist. Das Wesentliche im Leben ist eher weniger als mehr. Inspiriert durch Leo Babauta und die beckerin habe ich darüber nachgedacht, was für mich persönlich wirklich wichtig ist:

 

 

Grundbedürfnisse

 

1. Vollwertige Ernährung und fließendes Wasser
2. Entspannung und Schlaf
3. Bewegung
4. Struktur
5. Spaß und Freundschaft

 

 

Handlungsmaximen


1. Fokussiere das Wichtigste
2. Setze Grenzen
3. Sei echt
4. Vereinfache
5. Etabliere Gewohnheiten



Das Anlegen solcher Listen hilft enorm dabei, sich immer wieder bewusst und klar auszurichten und Entscheidungen nach Priorität anstatt nach sozialem Zwang oder Wohlwollen zu treffen. Die erste Liste fasst die Grundbedürfnisse zusammen, die zweite Liste mögliche innere Haltungen und Verhaltensweisen.

Die Erfüllung der Punkte hängt zusammen – wenn ich nicht genügend Schlaf bekomme oder schlecht ernährt bin, bringe ich wohl kaum die Energie dazu auf, im Alltag fokussiert zu sein. Hilfreich ist sicherlich, wenn man seine „Basic-List“ sichtbar in der Wohnung, dem Desktop oder dem Smartphone festpinnt. So regen die einzelnen Punkte immer wieder zum Innehalten an.

In einer Umgebung, in der alles blinkt, Krach macht und in der binnen Sekunden vielfache und komplexe Anforderungen an uns gestellt sind, ist es notwendig, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren und sich ganz bewusst zu erlauben, Grenzen zu ziehen und Unwesentliches auszublenden. Der Trend zum Multitasking und zu verdichteter Arbeitsweise klingt verlockend, da scheinbar mehr Produktivität in weniger Zeit erreicht wird.

Der Trugschluss liegt im Multitasking selbst: Multitasking ist möglich, ja. Und je mehr Tasks parallel laufen, desto weniger Aufmerksamkeit fließt in die einzelnen Tasks. Deswegen brennt das Essen auf dem Herd an, wenn wir gleichzeitig telefonieren und die Post annehmen.

Je fokussierter wir sind, desto gewissenhafter und präziser können wir eine Aufgabe erledigen und die höchstmögliche Produktivität erreichen. Sich einer Sache mit seiner ganzen Aufmerksamkeit zu widmen gibt mir persönlich sogar ein größeres Erfolgserlebnis. Wenn das Multitasking zu einer einzigen Hetzerei verschwimmt, fühle ich mich nicht nur unglaublich gestresst, sondern habe auch das Gefühl nichts „so richtig“ geschafft zu haben, auch wenn ich zehn Aufgaben erledigt habe.

Erst der Fokus gibt einer Sache echte Substanz – ohne Fokus zerstreut der Geist lediglich und wir erschöpfen mental. Bis zum Burnout-Syndrom.

Wie sieht deine Basic-List aus?

 

 

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Kommentare: 2
  • #1

    Anja (Donnerstag, 25 Juni 2020 09:07)

    Grundbedürfnisse:
    - mit meiner Familie sein
    - Gesundheit
    - gute Ernährung, Wasser, Bewegung in der Natur
    - Stille & Regeneration
    - Schlaf
    - mein Heim
    - Lesen & Lernen & Inspiration
    - Freude & Freunde & wahrhafte Menschen

    Handlungsmaximen:
    1. das rechte Maß (finden)
    2. Freude als Maßstab
    3. Vereinfachen
    4. Vertiefen
    5. Vertrauen
    6. Fokussieren
    7. Justieren & Anpassen > im Fluss sein

  • #2

    Aura (Donnerstag, 25 Juni 2020 15:45)

    Hallo Anja! Das klingt gut, vor allem der Punkt mit dem "vertrauen" gefällt mir. Auch das Vertrauen darin, dass alles da ist, was man braucht.