Minimale Deko

 

Was bedeuten dir Dekorationsartikel und Wohnaccessoires?

Früher gehörte das Kaufen, Sammeln und Ausstellen von konventionellen Dekorationsartikeln zu meinen Lieblingsbeschäftigungen. Für jede Jahreszeit und jeden Anlass gab es etwas Neues und daran konnte ich im Geschäft kaum vorbeigehen. Sogar ein extra Deko-Regal stand in meinem Zimmer, nur für den Zweck bestimmt, eine geräumige Ausstellungsfläche zu bieten. Heute ist das anders.

Konventionelle Deko gefällt mir in den seltensten Fällen. Alles sieht gleich aus. Und: Dekorationsartikel sind Staubfänger. Sie nehmen Platz weg, blockieren freie Flächen oder gar Fensterbänke und erfordern Aufmerksamkeit und Reinigungsaufwand. Ich kann mich noch an Zeiten erinnern, in welchen der Deko-Kram meine Fensterbank völlig einnahm und ich, bevor ich das Fenster öffnen konnte, erst alles abräumen und umpositionieren musste. Ein sehr lästiger Akt. Eine freie Fensterbank hingegen ist wunderbar: ich kann einfach das Fenster öffnen, wann mir danach ist. Zwischendurch oder dauerhaft, ohne dass etwas umgeräumt werden muss.

Und von all dem abgesehen hat konventionelle Deko keine oder kaum eine persönliche oder emotionale Bedeutung für mich. Sie gehört zum guten Geschmack, zum „Living-Chic“ unserer Zeit. Vielleicht ist sie sogar ein Statussymbol, eine Art Visitenkarte. Das Auge erfreut sich häufig an normschönen Dingen.

 

 

 

Natürlichkeit versus Fabrikat

Ästhetik und Stil in Sachen Dekoration passen für mich nur bedingt mit dem Prinzip des Massenfabrikats zusammen. Wenn ich Dinge käuflich erwerbe, um sie zum Zwecke der Wohnungsverschönerung zu nutzen, sollen sie für mich zusätzlich einen Mehrwert haben, einen funktionalen Zweck. Beispielsweise eine Leuchte, die schön aussehen kann und zudem eine indirekte Lichtquelle darstellt. Oder ein Wandbild, das mich emotional anspricht oder etwas abbildet, das eine tiefere Bedeutung für mich hat.

In meiner Wohnung befindet sich auch Deko - ich bevorzuge natürliche Wohnaccessoires, am liebsten selbst gemacht oder als Findling direkt aus der Natur: herabgefallene Äste, Kiesel, Zapfen, Gräser, getrocknete Wildblumen oder Kräuter. „Echte“ Dekoration sozusagen. Außerdem kostenlos und vollständig biologisch abbaubar.

 

 

 

Atmosphäre und Wohngefühl

Natürliche Deko-Elemente schaffen für mich ein Gefühl von „geerdet sein“, „heimisch sein“ und Geborgenheit. Sie bringen Lebendigkeit und gleichzeitig Ruhe in einen Wohnraum und wirken in sich stimmig und friedlich, organisch und roh. Gerade Holz und Gesteine haben diese Wirkung auf mich. Welche Dekorations-Elemente geben dir ein heimisches Wohlgefühl?

Ein minimalistischer und auf das Wesentliche reduzierte Lebensstil setzt auf ausgewählte Gegenstände und Dinge. In einem vollen Regal kommt die eine Vase unter den vielen anderen kaum zur Geltung, während sie achtsam in Szene gesetzt ihre eigentümliche Wirkweise viel intensiver ausstrahlen kann. Das ist eine Frage des persönlichen Geschmacks und der eigenen Wahrnehmungs- und Erlebnisweise.

Was Deko angeht, lässt sich relativ leicht und ohne großen Aufwand ausprobieren und experimentieren, was sich stimmig anfühlt. Auch Zimmerpflanzen und der häusliche Küchengarten können dekorative Eigenschaften mit sich bringen. Mit Wohnaccessoires verhält es sich so ähnlich wie mit Schmuck: Weniger ist mehr. Vielleicht nicht immer und in jedem Zusammenhang, das gilt es selbst herauszufinden.

 

 

 

Welche Wohnaccessoires gefallen dir besonders gut in deiner Umgebung, welche nicht?
Minimale oder maximale Deko – womit fühlst du dich wohl?

 

 

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