Gestern war der 21. Dezember – Tag der Wintersonnenwende. Jedes Jahr, wenn im Oktober die dunkle Jahreszeit beginnt, sehne ich diesen Tag herbei. Mit dem Tag der Wintersonnenwende beginnt für
mich auch die „Zeit zwischen den Jahren“ – die Rauhnächte, die mich zum Reflektieren und zur Rückschau einladen. Ich sinniere darüber nach, was in diesem Jahr alles passiert ist. Vieles will
verändert und innerlich aufgeräumt werden. Alles ohne die Gewissheit, was die Zukunft bereit hält.
Es heißt: Das Leben geht weiter. Und ja, ungeachtet der Chaosstürme – ob innerlich oder äußerlich – geht das Leben weiter, beständig seinem natürlichen Rhythmus folgend. Die Veränderung ist die
einzige Konstante. Wenn nichts sicher ist, ist alles möglich. Zwischen den Jahren ziehe ich Bilanz. Materiell und emotional. Daher verändert sich auch aktuell vieles in meinem Wohn-Umfeld.
„As Time Goes By“ von George Digalakis erinnert mich an die Weite der See, die mich regelmäßig ruft und zu endlos langen Watt-Spaziergängen einlädt:
Endlich alles an einem Ort, was sich über die Zeit an kleinen Dingen, Strandfunden und Erinnerungsstücken zusammengetragen hat:
Die kleine Katzen-Statue „wacht“ nun im Eingangsbereich. Ich habe sie innerhalb der Kunsttherapie während meines Klinikaufenthalts gecraftet. Sie erinnert mich daran, täglich gut für mich zu sorgen:
Tee ist zu einer meiner neuen Gewohnheiten geworden. Ich mache ihn gerne selbst, aus gemörserten Fenchelsamen oder getrockneten Kräutern wie Brennnessel oder Blüten:
Wie verbringst du die Zeit zwischen den Jahren?
Was nimmst du mit aus 2022?
