Anfang

 

Das ist er also, der erste Eintrag. Wenn ich ehrlich bin hat sich seit der „offiziellen Eröffnung“ meiner Homepage eine ziemliche Schreibblockade in mir breit gemacht. Zu perfekt, zu besonders, zu herausstechend und stilvoll erscheinen mir viele andere Blogs, in denen ich immer wieder gerne lese und stöbere. Noch so ein Blog über Minimalismus und Nachhaltigkeit? Womöglich spiritueller Natur mit gut gemeinten Aufforderungen zu kritischem Denken und Umdenken? Ein kollektiver Aufruf zur Introspektion? Was, wenn’s keinen interessiert, was ich schreibe? Was wenn’s umsonst ist?


Vielleicht spielt das alles keine Rolle. Ich habe etwas zu sagen, zu teilen, zu zeigen, zu unterstreichen. Ich schreibe um meine Ideen zu sortieren, mein Wissen und meine Erfahrungen zu strukturieren und etwas davon weiterzugeben.


Das Jahr 2020 begann für mich turbulent, emotional und geprägt von einem überwältigenden Gefühl der Energielosigkeit und Ausgelaugtheit. Viele neue Ideen und Einsichten sind seitdem in mir gewachsen – ein Garten kann überall sprießen, wenn die Faktoren günstig und förderlich sind. Wie kann man die Faktoren und Umstände seines Lebens so verändern und gestalten, dass die Lebensqualität steigt und damit auch die innere Zufriedenheit? Diese Frage beschäftigt mich schon seit ich sprechen und in Sprache denken kann.


Wenn ich zurückblicke war mein Leben stark geprägt von Schule, Studium und Ausbildung – die persönliche Entfaltung kam dabei oft zu kurz und der steigende Druck setzte mir oft zu. Darüber nachdenken was ich wirklich möchte? Durch fremde Kontinente reisen und Work & Travel machen? Das war für mich undenkbar und absolut keine Option. Immer musste es irgendwie weitergehen. Keine Pause. Keine Lücke. Kein Durchatmen.

 

Weiter, höher, schneller, besser – ist das der Sinn des Lebens?


Jetzt bin ich 27 und zum ersten Mal in meinem Leben steigen in mir ernsthafte und dringende Fragen auf, die sich um meine ganz persönlichen Wünsche, Vorstellungen, Visionen und Ziele ranken – wo will ich hin?


Ich suche nach persönlicher Entfaltung, ich sehne mich nach Tiefe und Ruhe. Ich bin introvertiert und schnell reizüberflutet - Multitasking, viele Menschen, Dauerpräsenz im beruflichen Alltag und Stress setzen mir eher zu, als dass sie mich pushen oder beflügeln. So habe ich zum Minimalismus gefunden: Raum für Auszeiten schaffen, mich unabhängiger machen und in kleinen Bereichen autarker und selbstbestimmter leben.


Die aktuelle Zeit erlebe ich als Zeit des Aufbruchs – nicht nur die jungen Blütenköpfchen und grünen Knospen der Bäume brechen auf, sondern auch global werden die verputzten Risse des Systems allmählich sichtbar. Die derzeitige Corona-Pandemie ist vielleicht ein guter Zeitpunkt, um sich – wenn möglich – mehr Zeit und Raum zu schaffen. Für und mit sich selbst. Auch ich möchte diese Zeit des Auf- und Umbruchs für mich selbst nutzen, um einen Garten sprießen zu lassen und mein Leben neu auszurichten.

 

Ein innerer Garten der Ruhe und Achtsamkeit, der Klarheit und Zufriedenheit.  

 

 

Kommentare: 2
  • #2

    Aura (Sonntag, 19 April 2020 14:26)

    Hallo Kristina, ja das ist wahr. Ein Zauber und ein großes Wachstumspotential. Ich freue mich auf den Austausch, der hier vielleicht zustande kommt!

  • #1

    Kristina (Samstag, 28 März 2020 09:22)

    Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne...... ich freue mich auf deine Beiträge!