Küchenkram

 

Heute: 5 Dinge in deiner Küche, die du sofort ausmisten kannst:

Ding Nr. 1: Der Küchenschwamm: Wir kennen ihn alle, das namenlose Wesen, das am Rande des Spülbeckens lebt und dessen bakterielles Wachstum exponentiell ist. Seine Metamorphose: Vom hübschen, quietschgelben Quader zum unförmigen Blubb, dessen Gewebe sich nach und nach zersetzt um für immer im Abfluss zu verschwinden. Nachhaltige Alternative: Die Spülbürste, am besten aus Naturmaterialien. Sie hält länger, ist mit heißem Wasser sterilisierbar ohne zu zerfallen und so zumindest ein wenig hygienischer.

Ding Nr. 2: Das Spülmittel: Oftmals grün mit Apfelgeruch, aber auch in anderen Variationen vertreten, ist es eines der meist gekauften Küchenutensilien und kommt klassischerweise im Kunststoffspender daher. Weg damit. Stattdessen: Heißes Wasser zum Reinigen verwenden, wahlweise verfeinert mit Natron, Waschsoda, Essig oder Zitrone um auch hartnäckige Ablagerungen, Angebranntes oder Angebackenes zu lösen.

Ding Nr. 3: Die Küchenrolle: Was ist weiß und wird immer schmaler, wenn man daran zieht und doch nicht weniger? Richtig: Die Küchenrolle. Schnell verbraucht und ehrlicherweise gesagt für den Müll produziert. Kostenpunkt: aufs Jahr gerechnet hoch und höher. Weg damit. Besser und nachhaltiger: Das Geschirrtuch. Geschirrtücher kommen in verschiedenen Varianten daher, trocknen schnell und lassen sich einfach auswaschen oder mittels Heißwasser-Überguss schnell sterilisieren und bedenkenlos wiederverwenden. Wisch und weg!

Ding Nr. 4: Alufolie und Frischhaltefolie. Okay, es sind eigentlich zwei Dinge, zugegeben! Alufolie und Frischhaltefolie gehören zu den unnötigsten Produkten, die heutzutage erwerbbar sind. Zwei besonders hartnäckige Spezies, die sich in vielen Haushalten eingenistet haben. Aber nicht alles, was glänzt, ist auch Gold. Husch, husch – weg damit. Stattdessen: Wiederverwendbare Schraubgläser und Aufbewahrungsboxen aus Glas oder Kunststoff für trockene Lebensmittelvorräte. Und für unterwegs tut’s auch die klassische Brotdose, frisch bleibt’s dennoch!

Ding Nr. 5: Geschirr, Besteck und Ähnliches. Okay, langsam und der Reihe nach. Ich meine natürlich jegliche Exemplare der genannten Spezies, die es mit der Fortpflanzung übertrieben haben und in Scharen die Nischen und Schränken der Küche belagert haben. Niemand – auch keine fünfköpfige Wohngemeinschaft – braucht 20 Tassen, 25 Gläser, 16 Teller, 8 Kuchenteller, 12 Kaffeetassen plus Untertasse, 24 Gabeln, Messer, Löffel, Kuchengabeln, Teelöffel... okay, ich glaube es ist deutlich, was ich meine. Also weg damit und rein damit ins Sozialkaufhaus, in die Give-Box oder zum Verschenken raus auf die Straße.

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Kommentare: 2
  • #2

    Aura (Freitag, 31 Juli 2020 13:51)

    Mikrofasertücher finde ich auch sehr praktisch, vor allem, weil sie wiederverwendbar sind und für viele Vorgänge im Haushalt verwendet werden können.

    Bei Alufolie, Frischhaltefolie, Küchenrolle beobachte ich auch, dass es eine große Gewöhnungssache ist. Gerade in größeren Haushalten. Die Bienenwachstücher habe ich auch schon gesehen, mir sind sie zu "klebrig", deshalb tue ich lieber alles in meine Box.

    Was das Geschirr angeht: Mit Spülmaschine ist es wirklich etwas anderes, aber wie du schon sagst: selbst da benötigt man ja keine Garnitur für eine dreißigköpfige Teegesellschaft. ;-)

    Für mich klingt es so, als hättest du einen guten und bewussten Weg gefunden, zu überlegen, was nötig ist und was nicht. Man wird ja heutzutage auch dermaßen mit Produkten überhäuft, dass Entscheidungen und Bedürfnisse oft künstlich beeinflusst sind. Ist also nicht immer einfach und braucht einfach seine Zeit.

    Letztens stieß ich erst wieder auf einen Kartoffelstampfer, dachte mir dann aber: Die Gabel tuts auch!

    lg, Aura

  • #1

    Caro (Freitag, 31 Juli 2020 13:29)

    Interessanter Beitrag, vor allem weil ich momentan umgezogen bin und mir eine Küche von Grund auf einrichte. Meine Alternative zum Küchenschwamm: Mikrofaser-Spültücher. Ich komme damit besser klar als mit Spülbürsten und man kann sie in der Waschmaschine waschen.

    Küchenrolle, Alufolie und Frischhaltefolie fallen mir besonders schwer. Gerade Küchenrolle steht in praktisch jedem Raum bei uns und wird dementsprechend viel genutzt. Ich habe neulich Bienenwachstücher als Alternative zu Alu- und Frischhaltefolie entdeckt, aber noch nicht ausprobiert. Man kann die wohl auch ganz gut selbst herstellen.

    Beim Geschirr und Besteck gebe ich dir zum Teil recht - wenn man keine Spülmaschine hat. Ich weiß, du hast keine. Mir geht es so, dass ich ohne Spülmaschine lange gelebt habe und die Freude am Kochen erst gefunden habe, seit ich eine habe. Ohne Spülmaschine hätte ich bei weitem nicht so viel Spaß daran und kann/will daher auch nicht darauf verzichten. Und um die vollzukriegen und kein Wasser zu verschwenden, braucht man dann schon eine gewisse Menge Geschirr.
    In manchen Haushalten vermehrt sich das Geschirr aber so stark, dass es vier Spülmaschinen füllen könnte - das ist definitiv nicht nötig :)

    Da ich viel koche und backe, stoße ich immer wieder in Rezepten auf Geräte, die als selbstverständlich angesehen werden, die ich aber nicht habe und nicht brauche. Beispielsweise eine Küchenreibe oder einen Backpinsel. Noch nie benötigt und noch nie vermisst :)

    Danke für deine immer wieder anregenden Beiträge!

    LG Caro