Am 5. März ist es geschehen: Ich habe mein Amazon-Konto geschlossen.
Die positiven Nebeneffekte sehe ich schon auf mich zufliegen: Weniger (Fehl-)Käufe, vor allem Impuls- und Belohnungskäufe und unter dem Strich mehr Achtsamkeit beim Einkaufen – ob on- oder
offline. Einige spezielle Produkte habe ich sowieso nie über Amazon, sondern über den entsprechenden Online-Shop erworben, weil der Kundenservice besser ist. Praktisch finde ich, dass man im
Grunde bei allen Online-Händlern als Gast bestellen kann und sich nicht überall zu registrieren braucht. Für mich ein großer Vorteil im Internet-Dschungel der Accounts, Links und
Datenkraken.
Mit Amazon ist es so ähnlich wie mit Facebook und anderen „global Playern“: Deine Daten gehören nicht dir. Wusstest du, dass Amazon deine Daten auch nach Schließung deines Kontos noch verwendet
und speichert? Ist dir bewusst, dass deine Online-Käufe einen Einfluss auf deine Schufa- und Bonitätsauskunft haben, da sie als sichtbarer Umsatz auf deinem Konto in die Schufa-Statistik
eingehen?
Ohne Amazon sind die Gedanken an mögliche Käufe und eventuelle Bedarfe auf Knopfdruck verschwunden, da die bequeme Möglichkeit mit einem Klick zu bestellen nicht mehr besteht. Für mich hat sich
somit auch in diesem Fall bestätigt: Aus den Augen, aus dem Sinn.
„Alexa, bitte schließe mein Amazon-Konto.“
- „Ich habe Sie nicht verstanden.“
