Geh vor

sagte die Seele zum Körper.

 


Wenn der Körper verrücktspielt und man sich eingestehen muss, dass man sich vielleicht zu viel zugemutet hat... Das passiert mir aktuell nicht zum ersten Mal. Ich habe die Vorboten allerdings immer wieder beiseitegeschoben. Zu groß war mein eigener Anspruch an mich selbst, ständig und durchgängig zu funktionieren und bloß keine Fehler zu machen.

Wenn man selbst nicht aus dem Hamsterrad aussteigt, handelt früher oder später der Körper für einen. Und das Einzige, was man dann noch tun kann ist, es zu akzeptieren. Nicht einfach in einer Welt, die immer schneller wird und die dann gefühlt an einem vorbeizieht.

Fight or Flight? Error.

Und nun? Zwangsläufig erholen, die Arbeitsunfähigkeit „akzeptieren“ und Überlegungen anstellen, wie in Zukunft vorgebeugt werden kann. Ich habe durchaus einige Ideen, leider klappt es mit der Kontinuität nicht immer so, wie es wahrscheinlich sinnvoll wäre:


1. Tägliche Meditation: Meditation hat einen nachweisbaren Effekt auf das Gehirn und die Körperfunktionen und verlängert die Telomere der menschlichen Chromosomen.

2. Artgerechte Ernährung: Möglichst vollwertig und pflanzlich. Eine derartige Ernährung hat nachweisbare Effekte auf die Gesundheit, ist antientzündlich und verbessert die Grundlagen für das Herz-Kreislauf-System und damit auch die emotionale und psychische Stabilität.

3. Bewegung: Entspricht einfach unserer Natur. Menschen sind dafür gemacht, lange und moderat in Bewegung zu sein. Bewegung baut Stresshormone ab und reichert den Körper mit Sauerstoff an. Ich meine sogar zu bemerken, dass Bewegung das Denken beruhigt.

4. Psychohygiene: Regelmäßiges Reflektieren und Besprechen der eigenen Gefühle und Gedanken ist wichtig. Ob mit dem besten Freund oder mit einem Profi. Wenn es guttut, hilft es auch.

5. Herzensprojekte: Geben Kraft. Es ist nie verkehrt, stets ein Herzensprojekt zu haben, das am Wochenende oder nach Feierabend dran ist. Wenn man es mit dem Beruf verbinden kann, umso besser.


Wie gehst du mit Stress um?

 

 

Kommentare: 3
  • #3

    Julia (Dienstag, 28 Juni 2022 11:09)

    Hallo Aura,

    heute, als ich meine Juni-Ziele reflektiert habe, dachte ich bereits an meine Juli-Ziele. Die kommenden zwei Monate sind die arbeitsreichsten des ganzen Jahres, die große Sommerfreitzeit steht an, die ich alleine oragnisieren. Spontan kam mir als Juli-Ziel nur Selfcare in den Kopf. Schauen, dass es mir gut geht, damit ich nicht in die Erschöpfung komme.
    Meditation, Bewegung, Yoga, gutes Essen, ausreichender und guter Schlaf, Dinge tun, die mir Spaß machen und die mich entspannen, weniger Social Media, mehr abgeben.
    Der Spruchen: Sagt die Seele zum Körper, geh Du vor, auf mich hört sie nicht ist so wahr.
    Ich wünsche Dir, dass es Dir besser geht und erholt Dich gut. Das mit der Konsequenz ist so eine Sache, aber ich denke mir immer, lieber einmal als keinmal.
    Liebe Grüße Julia

  • #2

    Martina (Samstag, 28 Mai 2022 21:08)

    Liebe Aura, alles Liebe für dich und dass du wieder gut auf die Füße kommst. Regelmäßige Auszeiten und wenn es nur ein halber Tag ist, zB am Sonntag sind sicher auch wichtig, auch wenn es ziemlich banal und platt klingt. Und dann wirklich nur das machen, was man möchte. Wünschen würde ich mir da, dass ich mich kreativ betätige oder in der Natur unterwegs bin In der Realität ist es aber leider so, dass ich in diesen Zeitfenstern meistens leider wirklich NICHTS mache und eher verstimmt und miesgelaunt herumgammle, im Bett oder auf der Couch, alles, was ich mir vorgenommen habe, aufschiebe. Ich verplempere den halben Tag eigentlich und bin in dieser Trägheit auch nicht besonders glücklich. Aber genau das brauche ich, damit ich am Montag dann wieder auf der Matte stehen kann... Es ist ein schwieriges Thema.

  • #1

    Gabi (Samstag, 28 Mai 2022 10:50)

    Hallo Aura, erstmal gute Besserung!
    Ich finde, es ist ein entscheidendes Problem, dass man sich persönlich noch so perfekt engagieren oder nach allen Regeln der Kunst entstressen kann. Dies ändert aber nichts an den Rahmenbedingungen des Systems, sondern maximal an der Art, wie man selbst damit umgeht (was ja auch schonmal gut ist).

    Du hast wirklich alle entscheidenden Bereich der Entstressung gut auf den Punkt gebracht. Was ich noch mache ist, mich rund um die Arbeitszeit herum (vorher, nachher) möglichst noch etwas länger zu Fuß zu bewegen. Ich nutze dafür den Weg zur Arbeit und zurück und integriere dann achtsames Gehen.

    Gerade im Bereich der Sozialprofis neigt man natürlich dazu, unzureichende Arbeitsbedingungen durch mehr persönliches Engagement auszugleichen. Sowas funktioniert aber auf Dauer nicht.