Achtsamkeit im Schlaf

 

Ein lange aufgeschobenes Thema, zu welchem ich dich heute einladen möchte, ist die Achtsamkeit im Schlaf und die Welt der Träume und Klarträume. Vielleicht hast du dich schon einmal mit deinen Träumen beschäftigt, dich gefragt, ob sie dir etwas zu sagen haben oder dich einfach nur an ihrer schillernden Bizarrheit erfreut.

Wenn wir träumen, sind wir meistens unbewusst. Das heißt, dass wir in der Regel nicht wissen, dass wir gerade träumen und alles für völlig real halten. Erst nach dem Aufwachen wird uns bewusst, dass wir uns in einem Traum befunden haben. In einem Klartraum ist das anders. Gelingt es uns, unseren präfrontalen Cortex während des Träumens zu „wecken“, erleben wir den Traum völlig klar und bewusst. Wir wissen dann, dass wir träumen und können den Traum aktiv gestalten, beeinflussen und beobachten.

Im luziden Traum sind wir uns unserer selbst und der ganzen Situation völlig bewusst. Wir haben Zugriff auf unser Wissen und unsere Erinnerungen. Wir sind in der Lage alles zu tun, was wir tun wollen: Fliegen, unter Wasser atmen, durch Wände gehen, Kämpfen wie in Matrix, Kuchen essen, ein Instrument spielen, Sport machen, ins Universum fliegen, in die Zukunft reisen und vieles mehr. Im Klartraum gibt es nichts, das nicht möglich ist.

Es gibt Menschen, die Klarheit im Traum spontan erleben, ohne dafür „üben“ zu müssen. Falls du nicht zu diesen Menschen gehörst, kannst du dennoch etwas für dein „Erwachen“ im Schlaf tun. Oft sind wir selbst im Alltag und Wachbewusstsein so unbewusst, dass es fast nicht möglich ist, daraufhin im Schlaf bewusst zu werden. Übe dich also darin, deine Umgebung achtsam wahrzunehmen und stelle dir selbst regelmäßig die Frage, was gerade dafür spricht, dass du träumst.

Beliebte Traumchecks sind das Zuhalten der Nase oder das Zählen der Finger. Im Traum kannst du mit zugehaltener Nase atmen und die Anzahl der Finger ist oft erhöht oder erniedrigt. Mein favorisierter Traumcheck ist die Schwebeübung: Vor allem wenn ich spazieren gehe, versetze ich mich regelmäßig in das Körpergefühl, das entsteht, wenn ich seicht nach oben schweben würde.

Wenn wir unsere Aufmerksamkeit auf den Traumzustand richten, tun wir das irgendwann auch im Traum selbst. Damit steigern wir die Wahrscheinlichkeit, dass wir uns im nächsten Traumgeschehen dieselbe Frage stellen und dadurch Klarheit erlangen. Klarträumen ist ein unglaublich weites und faszinierendes Feld. Klarträume können unglaublich entspannend sein und eröffnen ein großes, kreatives und therapeutisches Potential, das individuell ausgeschöpft werden kann. Anstatt direkt das Klarträumen anzustreben kann es auch wunderbar entspannend und faszinierend sein, den Prozess des Einschlafens bewusst zu erleben.

Wenn du dich für Klarträume interessierst, dann empfehle ich dir zum Einstieg die fünfzehnminütige Kurzdokumentation „Painting Doors“, die sowohl Interviews als auch hervorragende visuelle Eindrücke enthält. Des Weiteren lade ich dich in das Klartraumforum ein, in dem ich selbst schon lange Mitglied und Mithelferin bin.


Erlebst du regelmäßig luzide Träume?
Wie kannst du dir sicher sein, dass du gerade nicht träumst?

 

 

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